Viel Lärm um nichts

So, nun ist die neue Kirche der Piusbruderschaft eingeweiht. Von den angekündigten Demonstrationen war nicht viel zu bemerken. Als ich dort ankam, gab es zwar ein nicht unerhebliches Polizeiaufgebot, aber nur wenige Demonstranten. Einige hatten teilweise zu provozieren versucht. An einer Ecke standen z.B. zwei Frauen demonstrativ knutschend, bestimmt ’ne halbe Stunde lang – nur hat’s niemanden interessiert. Als wir noch alle draußen waren, hat auch mal irgendwer  laut „Ihr Spinner“ gerufen, das wars!

Während der Messe war draußen wohl ein bisschen mehr los. Man konnte noch Wummer-Musik durch die Fenster hören, aber nicht so laut, dass es wirklich gestört hat. Als ich ging, waren keine Demonstranten mehr da. Schade!😉

Ob (wie in der Predigt zu hören) andererseits augerechnet eine Kirche/Kapelle der Piusbruderschaft die (oder auch nur eine) Keimzelle ist, dass Köln wieder ein „heiliges Köln“ wird… na, ich weiß nicht. Beim anschließenden Stehempfang ergaben sich auch ein paar nette Gespräche mit dem ein oder anderen Besucher und auch P. Sch. hat mich angesprochen. Nettes Schwätzchen!😉 Er meinte, einen Gottesdienst stören, dürften die Demonstranten auch gar nicht, das sei strafbar. Tja, lieber Pater, Religionsfreiheit hat auch Vorteile, gell?!

Und die ganze Aufregung dafür:

Einige Links:

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9 Antworten zu Viel Lärm um nichts

  1. Alumnus schreibt:

    Ah, das hätte ich mir ja auch gerne angesehen, danke für den Bericht. Das Bonner Priorat übernimmt die Seelsorge mit, oder? Hätte eigentlich gedacht, dass man sich mehr an der Piusbruderschaft stört, vielleicht auch ein Zeichen, dass sie einen Schritt weiter zur Einheit mit der Kirche gegangen sind.

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  2. Heike schreibt:

    Ja, das Ganze wird von Bonn aus organisiert.

    Interessant fand ich auch die Berichterstattung des WDR: In der Kurzmeldung kamen ausschließlich die Demonstranten zu Wort und in der anschließenden Lokalzeit außer den Demonstranten nur eine einzige Aussage von P. Schmidberger zur Homosexualität – als gäbe es keine anderen Themen. Schon bezeichnend, was man bei einem Bericht über eine Kirchensegnung so für wichtig hält.

    Bericht der „Lokalzeit“: http://tinyurl.com/3nv82xj

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  3. .U. schreibt:

    „nach lateinischem Ritus“? Öh, was besuche ich denn sonst?

    m(

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  4. Kerstin schreibt:

    Hey, sehe ich ja jetzt erst, man sieht Dich ja sogar im Bericht der Lokalzeit!!!😉

    Was den Bericht als solches angeht, blieb mir die Aussage von Herrn Ginzel im Kopf, diejenigen seien einfach gegen alles, gegen Abtreibung, gegen Homosexualität, gegen die Migranten, gegen den Islam, gegen die Frauenbewegung etc.
    Nun, das kann man genausogut anders ausdrücken: Man ist FÜR das Leben, man ist FÜR die gottgeschaffene Ehe von Mann und Frau, man ist FÜR eine deutsche Identität, die man bewahren möchte, man ist FÜR die christlichen Werte und Wurzeln, man ist FÜR die Bewahrung gottgegebener und gewollter Unterschiede zwischen den Geschlechtern etc. etc. Alles eine Frage der Sichtweise!🙂

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  5. Heike schreibt:

    Nun, die sind nicht immer NUR „gegen“, aber doch gegen ziemlich viel. Eine gewisse Antihaltung kann ich der Piusbruderschaft nicht absprechen – auch wenn es im Bericht überzogen dargestellt wird und die positiven Anliegen gar nicht zum Tragen kommen.

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  6. ultramontanus schreibt:

    Du schreibst: Er (= P. Sch.) meinte, einen Gottesdienst stören, dürften die Demonstranten auch gar nicht, das sei strafbar. Tja, lieber Pater, Religionsfreiheit hat auch Vorteile, gell?!

    Was hat denn der Schutz der Messe mit der Religionsfreiheit zu tun?

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    • Heike schreibt:

      Religionsfreiheit bedeutet ja nun, dass niemand in der Ausübung seiner Religion behindert werden darf. Dazu gehört dann eben auch der Schutz der Messe.

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      • ultramontanus schreibt:

        In einem katholischen Staat würde die Messe ebenfalls geschützt. Eventuell kennst du die Kritik der Piusbruderschaft an der Lehre von der Religionsfreiheit nicht.

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      • Heike schreibt:

        Sicher kenne ich diese Kritik. Tatsache ist aber, dass die Piusbruderschaft und ihre Veranstaltungen durch die derzeitige real existierende Religionsfreiheit in diesem Land geschützt werden.

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