Mehr, als erwartet

Ein bisschen unvernünftig ist es ja schon, ‚mal eben‘ an einem Wochenende insgesamt über 700 Kilometer zu verfahren – und dazwischen ein volles Programm mit hoher Liturgiedichte und intensiven thematischen Arbeitseinheiten. Das hatte mich jedenfalls erwartet, als ich am vergangenen Wochenende als Gast zu einer Novizentagung der St. Johannes-Bruderschaft nach Thüringen gefahren bin. Natürlich wusste ich, es würde anstrengend sein, aber insgesamt habe ich dann doch deutlich mehr zurück bekommen.

Die erste Überraschung war, dass mir ein riesiges Zimmer zugeteilt wurde. Nicht, dass ich besonders viel Zeit darin hätte verbringen können, aber es hat gut getan, jede Menge Platz zu haben. Die Aussicht aus dem Fenster und die ganze Gegend war auch genial.

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Es war natürlich schön, einige sehr geschätzte Leute wieder zu treffen, die ich kurz nach Ostern kennengelernt habe – fast, als wären es nicht bereits wieder einige Monate her. Es tut gut, einfach mal ohne „Fremdeln“ zu sein. Dasselbe galt für die sehr interessanten und spannenden thematischen Einheiten und für die Liturgie. Manches war zwar unbekannt, aber nichts wirklich fremd.

Ja, das Wochenende war wirklich sehr anstrengend. Trotzdem bin ich heute allenfalls rechtschaffen müde, aber nicht ausgepowert. Im Gegenteil! Hätte gern mehr davon…

Heiligenstadt2013 (06)

Werbemail zum Namenstag

Dass man zum Geburtstag Gratulationsmails von Unternehmen bekommt, kennt man ja schon. Zum Namenstag habe ich aber bisher noch nie eine solche Mail bekomen, wie jetzt von Plus.de.

Sogar die Herkunft meines Namens wurde richig recherchiert:

Namenstag

Name: Heike

Namenstag: 13. Juli

Herkunft:

Heinrich entstammt dem Althochdeutschen und ist wahrscheinlich der Nachfolger des Namens Heimrich, da Heinrich zu der Zeit in Texten und Urkunden auftaucht, zu der Heimrich verschwindet. Der Name setzt sich aus heim für „Heim, Haus“ bzw. hagan für „Hof“, „Hag“ umfriedigter Ort und rîhhi für „mächtig“, „Fürst“ zusammen. Damit bedeutet Heinrich so viel wie „Hausherr“ oder „der Herr im Haus“.

Namenspatron:

Heinrich II.

Heinrich II. (* 6. Mai 973 oder 978 in Bad Abbach oder Hildesheim, † 13. Juli 1024 in Grone) aus dem Adelsgeschlecht der Ottonen war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, von 1002 bis 1024 König des Ostfrankenreiches (regnum francorum orientalium), von 1004 bis 1024 König von Italien und von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser.

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Was Plus nicht wissen kann: Ich begehe meinen Namenstag erst am 15.07., also am Montag, denn da war er vor der Kalenderreform. Nicht dass ich eine grundlegende Ablehnung gegen die Reform hegte, aber in meinem Umfeld ist der „alte“ Kalender einfach deutlich präsenter.

Trotzdem sage ich artig ‚Danke‘. Es ist eine schöne Überraschung, wenn doch noch hin und wieder an den Namenstag gedacht wird – erst recht von kommerziellen Unternehmen.

Update: Von heine.de kam jetzt auch noch eine Mail (mit Gutschein):

Glückwunsch zum Namenstag

Vielfalt

VielfaltVor einiger Zeit habe ich (hier und hier) schon einmal über die Begriffe geschrieben, die im Garten der Religionen den einzelnen Weltreligionen zugeordnet werden. Da diese Begriffe aber nicht exklusiv für die jeweilige Religion verstanden werden wollen, habe ich mir ein paar persönliche Gedanken gemacht über deren Ausprägung im christlichen Kontext.

Schon seit einiger Zeit habe ich in unserer Gesellschaft den Eindruck, dass die Vielfalt ‚an sich‘ als hoher Wert angesehen wird – verbunden allerdings mit einer sonderbaren Intoleranz gegenüber allem und jedem, was diese Vielfalt an Werten messen möchte. Niemand ist so intolerant, wie derjenige, der sich ‚für alles offen‘ hält. So haben wir die merkwürdige Situation, dass diejenigen, die am lautesten Toleranz und Verständnis für unterschiedliche Lebens- und Glaubensentwürfe fordern, mit gleicher Vehemenz andere Sichtweisen verurteilen/bekämpfen, wie diejenigen, die man landläufig Fundamentalisten schimpft. Beide Ränder des Spektrums können oder wollen nicht wahrhaben, dass es im christlichen Glauben eine große Weite gibt.

Jetzt mal ganz abgesehen von den verschiedenen Denominationen, die teilweise allzu schnell als Sekte diffamiert werden, will ich mich jetzt hauptsächlich einmal auf verschiedene Strömungen innerhalb der römisch-katholischen Kirche beziehen.

Die wenigen Male, an denen ich an Katholikentagen teilgenommen habe, konnte man mich meist an den Orten finden, an denen sich die verschiedenen Orden, Gemeinschaften und Bewegungen dargestellt haben. Auch meine eigene Biographie ist geprägt von den unterschiedlichsten Bewegungen. Sie alle haben sich packen lassen von einem bestimmten Aspekt des Glaubens. Dabei finde ich faszinierend zu sehen, dass sie alle in der Kirche ihren Platz aber auch ihr Korrektiv haben. Meines Erachtens gilt für Gemeinschaften bzw. Bewegungen das, was für jeden einzelnen Christen gilt: Es braucht die gegenseitige Ergänzung der unterschiedlichen Charismen.

Schade, wenn Bewegungen oder Einzelpersonen ihre Prioritätensetzung oder ihren Zugang als das einzig Wahre, Echte, Christliche darstellen – seien es die sozial oder politisch Engagierten, die gegen die ‚Frommen‘ wettern, seien es die Vertreter der Schlichtheit, die sich gegen die Hochformen der Liturgie und sakrale Kunst stellen oder die liturgisch Konservativen oder Traditionellen, die in jeder Betonung der Gemeinschaft den verderblichen Modernismus wittern.

Bei allem braucht es allerdings die Rückbindung an die Kirche, das Lehramt und die liturgischen Regelungen. Nicht ‚anything goes‘, sondern aufrichtiges Hinhören mit der Bereitschaft, sich korrigieren zu lassen.

„Im Wesentlichen Einheit,
im Zweifelhaften Freiheit,
in allem Liebe.“

Augustinus Aurelius (354 – 430)

Auf den Punkt!

Auf den PunktAn meinem ehemaligen Arbeitsplatz geistern – ca. 8 Jahre nach meinem Weggang – immer noch einige Sprüche von mir herum.

Keine Ahnung, ob das jetzt ein Kompliment ist oder eher Grund für Bedenken. Jedenfalls habe ich einige Gedanken zu einem mehr oder weniger prägnanten Satz komprimiert. Diesen Sätzen spendiere ich jetzt mal die neue Kategorie ‚Auf den Punkt‘. Wer mag, darf sie für sich selbst auch gern ‚Klugscheißer-Modus‘ nennen. 😉

Nach und nach werde ich also hier diese Sprüche zum Besten geben. Manche sind hier schon aufgetaucht. Deshalb wird es dort auch entsprechende Verlinkungen geben.

Hier schonmal ein Beitrag: „Idealgewicht“