Ich bin eine 3-K-Frau ;-)

Predigtvorbereitung„Katze, Kaffee, Kabelfernsehen“ statt „Kinder, Küche, Kirche“

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe weder etwas gegen Kinder noch gegen Kirche. Aber ich bin eben nicht der Meinung, dass „Kinder, Küche, Kirche“ die generelle Platzanweisung für die Frau ist (so viel zum Hintergrund).

(Das stand übrigens ebenfalls auf meiner alten Website – und es war lange mein Motto 🙂 Hier ist (der Versuch einer) Predigtvorbereitung zu sehen. Leider habe ich jetzt keine Katze mehr…)

Rechtschreibung

Gestern hatte ich ja angedrohtkündigt, hier nach und nach die Älteren Texte meiner jetzt aufgelösten Website einzustellen. Hier kommt ein Text, denn ich so gegen 1997/1998 geschrieben habe:

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SchreibfederNun sind sie also in Kraft getreten, die neuen Rechtschreibregeln. Man wollte die Sprache vereinfachen und sie derjenigen der anderen deutschsprachigen Länder angleichen. In der Schweiz zum Beispiel ist das ‚ß‘ unbekannt und auf keiner Schweizer Tastatur zu finden. Also ändert man einfach die Regeln und erklärt das einfachere für rechte Schreibung: Rechtschreibung! Nach langen Diskussionen über Vor- und Nachteile hat man sich also schließlich geeinigt und zum Beginn des neuen Schuljahrs wird nun eine neue Rechtschreibung an den Schulen gelehrt. Da haben es dann die Schüler einfach, die in diesem Jahr eingeschult werden und gleich mit den neuen Regeln beginnen. Sie haben ja nie etwas anderes kennengelernt. Aber vielen Erwachsenen wird es schwerfallen, sich an das neue Aussehen der Wörter zu gewöhnen oder mit der neuen ‚Freiheit‘ in der Zeichensetzung zurechtzukommen. Vor allem dann, wenn es ihnen wichtig ist, recht zu schreiben. Dem wird dadurch Rechnung getragen, dass man während einer Übergangszeit auch noch in der altbekannten Weise schreiben kann. Noch ist ‚Falsch‘ also ‚Richtig‘ – das heißt akzeptiert. Und die Rechtschreibprüfung meines Computers hat die jetzt richtige Schreibweise als falsch beanstandet.

Diese ganze Diskussion um ‚richtig‘ oder ‚falsch‘, ‚gewohnt‘ und ‚ungewohnt‘ hat mich über unseren Umgang mit Regeln nachdenken lassen. Da spricht man von ‚Gewohnheitsrecht‘, von ‚Erlaubt ist was gefällt‘ und von ‚Man muss sich doch der heutigen Zeit anpassen‘. Es stimmt, Sprache ist lebendig und muss sich verändern, und auch unser Leben ist Veränderungen unterworfen. Und doch gibt es Grundsätze, die zu allen Zeiten gelten. Gott hat den Menschen Gebote gegeben, mit denen ihr Leben gelingen soll. Aber bereits zu biblischen Zeiten gab es Bestrebungen, Gottes Anweisungen durch Menschengebote zu ersetzen. Jesus warf der damaligen religiösen Führerschaft zum Beispiel vor: „Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Satzungen willen?“ (Matthäus 15, 3). Menschliche Gebote wurden und werden über Gottes Richtlinien gesetzt. Man weiß ja so viel besser, was gut für uns ist, als unser Schöpfer.

Dinge werden nicht dadurch richtig, dass sie üblich, gewohnt oder einfach sind, oder dass sie einfach modern sind. Nur weil alle so handeln, heißt das noch lange nicht, dass es gut ist. Und auch die Gewohnheit ist kein Maßstab. Was die Recht-Schreibung anbetrifft, hat es keine besonders großen Auswirkungen, wenn wir die gewohnte Art beibehalten. Es wird noch lange akzeptiert werden. In unserem Leben aber kann es manchmal nötig sein, unsere Gewohnheiten zu überprüfen – und vielleicht zu ändern – um recht zu leben. Wenn wir anfangen zu fragen, was Gott denn dazu zu sagen hat, in der Bibel nachlesen, dann bekommen unsere Entscheidungen das richtige Fundament, und zwar für unser ganzes Leben und darüber hinaus.

Alte Website aufgelöst

WebsiteMeine alte Website – die es nun schon seit 1999 gab – habe ich aufgelöst. Nachdem ich seit über einem Jahr nichts mehr dort ergänzt habe, ist es wohl nicht mehr besonders sinnvoll, sie weiterzuführen. Meine Domain „h-lux.de“ wird jetzt einfach zum Blog umgeleitet.

Nach und nach werde ich meine älteren Texte von der Website hier posten. Ebenfalls hinüber gerettet habe ich die Linkliste mit christlichen Sites und mein (ur)altes Gästebuch.

Mehr, als erwartet

Ein bisschen unvernünftig ist es ja schon, ‚mal eben‘ an einem Wochenende insgesamt über 700 Kilometer zu verfahren – und dazwischen ein volles Programm mit hoher Liturgiedichte und intensiven thematischen Arbeitseinheiten. Das hatte mich jedenfalls erwartet, als ich am vergangenen Wochenende als Gast zu einer Novizentagung der St. Johannes-Bruderschaft nach Thüringen gefahren bin. Natürlich wusste ich, es würde anstrengend sein, aber insgesamt habe ich dann doch deutlich mehr zurück bekommen.

Die erste Überraschung war, dass mir ein riesiges Zimmer zugeteilt wurde. Nicht, dass ich besonders viel Zeit darin hätte verbringen können, aber es hat gut getan, jede Menge Platz zu haben. Die Aussicht aus dem Fenster und die ganze Gegend war auch genial.

Heiligenstadt2013 (01)  Heiligenstadt2013 (02)  Heiligenstadt2013 (04)

Es war natürlich schön, einige sehr geschätzte Leute wieder zu treffen, die ich kurz nach Ostern kennengelernt habe – fast, als wären es nicht bereits wieder einige Monate her. Es tut gut, einfach mal ohne „Fremdeln“ zu sein. Dasselbe galt für die sehr interessanten und spannenden thematischen Einheiten und für die Liturgie. Manches war zwar unbekannt, aber nichts wirklich fremd.

Ja, das Wochenende war wirklich sehr anstrengend. Trotzdem bin ich heute allenfalls rechtschaffen müde, aber nicht ausgepowert. Im Gegenteil! Hätte gern mehr davon…

Heiligenstadt2013 (06)

Werbemail zum Namenstag

Dass man zum Geburtstag Gratulationsmails von Unternehmen bekommt, kennt man ja schon. Zum Namenstag habe ich aber bisher noch nie eine solche Mail bekomen, wie jetzt von Plus.de.

Sogar die Herkunft meines Namens wurde richig recherchiert:

Namenstag

Name: Heike

Namenstag: 13. Juli

Herkunft:

Heinrich entstammt dem Althochdeutschen und ist wahrscheinlich der Nachfolger des Namens Heimrich, da Heinrich zu der Zeit in Texten und Urkunden auftaucht, zu der Heimrich verschwindet. Der Name setzt sich aus heim für „Heim, Haus“ bzw. hagan für „Hof“, „Hag“ umfriedigter Ort und rîhhi für „mächtig“, „Fürst“ zusammen. Damit bedeutet Heinrich so viel wie „Hausherr“ oder „der Herr im Haus“.

Namenspatron:

Heinrich II.

Heinrich II. (* 6. Mai 973 oder 978 in Bad Abbach oder Hildesheim, † 13. Juli 1024 in Grone) aus dem Adelsgeschlecht der Ottonen war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, von 1002 bis 1024 König des Ostfrankenreiches (regnum francorum orientalium), von 1004 bis 1024 König von Italien und von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser.

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Was Plus nicht wissen kann: Ich begehe meinen Namenstag erst am 15.07., also am Montag, denn da war er vor der Kalenderreform. Nicht dass ich eine grundlegende Ablehnung gegen die Reform hegte, aber in meinem Umfeld ist der „alte“ Kalender einfach deutlich präsenter.

Trotzdem sage ich artig ‚Danke‘. Es ist eine schöne Überraschung, wenn doch noch hin und wieder an den Namenstag gedacht wird – erst recht von kommerziellen Unternehmen.

Update: Von heine.de kam jetzt auch noch eine Mail (mit Gutschein):

Glückwunsch zum Namenstag

Vielfalt

VielfaltVor einiger Zeit habe ich (hier und hier) schon einmal über die Begriffe geschrieben, die im Garten der Religionen den einzelnen Weltreligionen zugeordnet werden. Da diese Begriffe aber nicht exklusiv für die jeweilige Religion verstanden werden wollen, habe ich mir ein paar persönliche Gedanken gemacht über deren Ausprägung im christlichen Kontext.

Schon seit einiger Zeit habe ich in unserer Gesellschaft den Eindruck, dass die Vielfalt ‚an sich‘ als hoher Wert angesehen wird – verbunden allerdings mit einer sonderbaren Intoleranz gegenüber allem und jedem, was diese Vielfalt an Werten messen möchte. Niemand ist so intolerant, wie derjenige, der sich ‚für alles offen‘ hält. So haben wir die merkwürdige Situation, dass diejenigen, die am lautesten Toleranz und Verständnis für unterschiedliche Lebens- und Glaubensentwürfe fordern, mit gleicher Vehemenz andere Sichtweisen verurteilen/bekämpfen, wie diejenigen, die man landläufig Fundamentalisten schimpft. Beide Ränder des Spektrums können oder wollen nicht wahrhaben, dass es im christlichen Glauben eine große Weite gibt.

Jetzt mal ganz abgesehen von den verschiedenen Denominationen, die teilweise allzu schnell als Sekte diffamiert werden, will ich mich jetzt hauptsächlich einmal auf verschiedene Strömungen innerhalb der römisch-katholischen Kirche beziehen.

Die wenigen Male, an denen ich an Katholikentagen teilgenommen habe, konnte man mich meist an den Orten finden, an denen sich die verschiedenen Orden, Gemeinschaften und Bewegungen dargestellt haben. Auch meine eigene Biographie ist geprägt von den unterschiedlichsten Bewegungen. Sie alle haben sich packen lassen von einem bestimmten Aspekt des Glaubens. Dabei finde ich faszinierend zu sehen, dass sie alle in der Kirche ihren Platz aber auch ihr Korrektiv haben. Meines Erachtens gilt für Gemeinschaften bzw. Bewegungen das, was für jeden einzelnen Christen gilt: Es braucht die gegenseitige Ergänzung der unterschiedlichen Charismen.

Schade, wenn Bewegungen oder Einzelpersonen ihre Prioritätensetzung oder ihren Zugang als das einzig Wahre, Echte, Christliche darstellen – seien es die sozial oder politisch Engagierten, die gegen die ‚Frommen‘ wettern, seien es die Vertreter der Schlichtheit, die sich gegen die Hochformen der Liturgie und sakrale Kunst stellen oder die liturgisch Konservativen oder Traditionellen, die in jeder Betonung der Gemeinschaft den verderblichen Modernismus wittern.

Bei allem braucht es allerdings die Rückbindung an die Kirche, das Lehramt und die liturgischen Regelungen. Nicht ‚anything goes‘, sondern aufrichtiges Hinhören mit der Bereitschaft, sich korrigieren zu lassen.

„Im Wesentlichen Einheit,
im Zweifelhaften Freiheit,
in allem Liebe.“

Augustinus Aurelius (354 – 430)